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Saterfriesisch

Saterfriesisch oder Saterländisch (Eigenbezeichnung: Seeltersk) ist die Sprache der Saterfriesen und die letzte verbliebene Varietät der ostfriesischen Sprache. Während vor einigen hundert Jahren in Ostfriesland und den anderen friesischen Gebieten östlich der Lauwers die ursprüngliche ostfriesische Sprache durch niedersächsische Dialekte verdrängt wurde, überlebte das Saterfriesische als friesische Sprache im Saterland. Die saterfriesische Sprache oder das Saterländische wird in der Gemeinde Saterland im Landkreis Cloppenburg nach unterschiedlichen Schätzungen von nur noch 1500 bis 2500 Menschen gesprochen. Damit handelt es sich um eine der kleinsten Sprachinseln Europas.
 

Wissenschaftlicher Beauftragter für Saterfriesisch

“Es gibt viele guten Gründe, sich für Minderheitensprachen wie Saterfriesisch einzusetzen. Einige davon beziehen sich auf den Wert, den die Sprachen an sich oder für die Gemeinschaft haben. Auch was die Sprecher für diese Sprachen empfinden, ist jedoch wichtig. In einer Welt, wo Sprecher von kleinen Sprachen ständig hören, dass ihre Sprache irgendwie minderwertig sei und in der sie sich ständig den Sprechern der Mehrheitssprache anpassen müssen, soll dieses Argument nicht übersehen werden.” (Henk Wolf, 5.10.2021) Henk Wolf hat im Herbst 2020 als wissenschaftlicher Beauftragter für die saterfriesische Sprache bei der Oldenburgischen Landschaft angefangen. Sein Büro ist im Rathaus Ramsloh➚. Erreichbarkeit: montags, dienstags 09:00-17:00 Uhr. Kontaktdaten Rathaus (Räidhúus), Hauptstraße 507, 26683 Saterland. Telefon: 04498 940-100. E-Mail: wolf@saterland.de. Für aktuelle Informationen schauen Sie bitte auch auf die Webseite www.seeltersk.de ➚.

NDR-Beitrag: Gespräch mit dem Saterfriesisch-Beauftragten bitte hier klicken➚.

 

Small languages, big ideas (SMBI): the smaller Germanic languages from a theoretical, general and comparative perspective

Germanische Sprachen bergen ein hohes Forschungs­potenzial für breitere sprachtheoretische Fragestellungen und bieten aufgrund ihrer reichen (Mikro-)Variation ein gut ausgestattetes und zugängliches Sprachlabor. Die SLBI bringt Forschende zusammen, die zu germanischen Sprachen aus verschiedenen linguistischen Teildisziplinen, wie Phonetik, Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik, Soziolinguistik, historische Linguistik, Mikrovariation, Psycholinguistik, Erst- und Zweitspracherwerb und Didaktik, arbeiten. 

Saterfriesischbeauftragter Henk Wolf und die niederländischen Kollegen Eric Hoekstra und Bouke Slofstra werden auf dieser Konferenzt die saterfriesische Grammatik der akademischen Gemeinschaft vorstellen. (Hier geht es zum Abstract)
Insbesondere besprechen wird dort die Bildung von Partikeladverbien im Saterfriesischen. Anhand davon können sie zeigen, dass die Sprachaufnahmen von Pyt Kramer neue Einsichten in die saterfriesische Sprache verschaffen – und vielleicht sogar in die menschliche Sprachfähigkeit, denn die Daten zeigen, dass saterfriesische Adverbien sich einigermaßen wie Verben verhalten!

Hier geht es zum Programm 

Hier geht es zur Übersicht über die SMBI-Konferenz.

 

Sprachkurs Seeltersk

Der Friesische Sprachkurs Seeltersk von Johanna Evers ist  auch online verfügbar. Der Kurs ist 2011 in Buchform erschienen. Die Veröffentlichung wurde damals durch Förderung vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und von der Oldenburgischen Landschaft ermöglicht.

Sie finden das Buch mit einigen Hintergrundinformationen unter folgender Adresse: 
www.seeltersk.de/archiv/online-saterfriesisch-lernen/

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