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Tagungen & Ausstellungen

Die Oldenburgische Landschaft und ihre Arbeitsgemeinschaften veranstalten regelmäßig Tagungen, Ausstellungen und Informationsveranstaltungen zu oldenburgischen Themen und aktuellen Entwicklungen. 

Ausstellungen

Mitten im Leben- die Wunderkammer als Spiegelbild“ (2022)
Ausgehend von der Frage, was große und kleine Dinge unserer Welt zu sammlungswürdigen Werken macht, untersuchten 16 junge Menschen aus unterschiedlichen Nationen im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren von den Berufsbildenden Schulen Ammerland in Rostrup bei Bad Zwischenahn die Bedeutung von Gegenständen, Fundstücken und Objekten aus einem künstlerischen Blickwinkel. Im kreativen Prozess, über einen Zeitraum von 4 Monaten, lernten die jugendlichen Erwachsenen deren Wertschätzung und Einordnung (besser) kennen und gestalteten Kunstwerke nach eigenen Vorstellungen. Mithilfe von Informationen aus dem Internet, mitgebrachten Objekten zur Anschauung sowie diversem Quellenmaterial aus Büchern wurden sie des Weiteren dazu angeregt, ihr Verständnis von Kunst und Sammlung, ihre persönliche Perspektive und das eigene Raumgefüge anders und neu zu erleben. Die Schüler*innen wurden so zu Künstlern, Sammlern und Ethnographen bestimmter Kulturen. Sie dokumentierten ihre gesammelten und mitgebrachten Gegenstände mit Hilfe von Handykameras, entwickelten aus den Bildvorlagen künstlerische Ideen im gemeinsamen Austausch, die auf ihre persönlich individuellen Beobachtungen sowie Wahrnehmungen basierten, stellten Bezüge aus der (eigenen) Geschichte zur Gegenwart dar, erprobten und erfuhren aktiv Möglichkeiten einer selbstbestimmten und kreativen Gestaltung.

Unter Anleitung mit der Bremer Künstlerin Sirma Kekeç haben die jugendlichen Erwachsenen gemeinsam künstlerische Strategien kennengelernt und kreativ erprobt, dabei eine eigene Bildsprache in Form von Druckgrafik, Fotografie, Zeichnung und Objektkunst im ästhetischen Prozess entwickelt.

Entstanden sind so mehrere Werkgruppen nach künstlerischen Methoden in verschiedenen Techniken. Welten in Miniaturformat, die die Aneignung von Natur reflektieren, zeigen die kleinen Objekte aus Naturfundstücken. Auszüge aus dem Alltag und deren Abbildung von Gegenständen eines Landlebens im 17. Jahrhundert hielten die Schüler*innen mit der Fotokamera in dem Museum Ammerländer Bauernhaus in Bad Zwischenahn fest. Die finale Auswahl der Bildmotive wurden anschließend auf Aquarellpapier übertragen und als schwarz/weiße Tuschezeichnungen künstlerisch umgesetzt. Darüber hinaus sind aus den eigenen Sammlungen und mitgebrachten Gegenständen ausdrucksstarke Kaltnadelradierungen, schwarz/weiße Originaldrucke im Tiefdruckverfahren entstanden. Das Projekt „Mitten im Leben- die Wunderkammer als Spiegelbild“ spiegelt nicht nur unser Verständnis vom kosmologischen System, der Stellung des Menschen im Universum als Beziehungsnetz wider, in dem Gegenstände und Lebewesen jeglicher Art miteinander verbunden sind und sich gege seitig beeinflussen, sondern hat die Schüler*innen direkt in ihrer Lebenswelt abgeholt und sie mit dem Thema Kunst und Sammlung vertraut gemacht.

 Weitere Informationen finden Sie auch hier auf den Internetseiten von SLAP.

Eine Online-Variante der Ausstellung können Sie sich auch hier anschauen.

Der Flyer zu Ausstellung ist hier. 

 

Eröffnung der Ausstellung “Mitten im Leben- die Wunderkammer als Spiegelbild”
Freitag, 22. April 2022 um 11:00 Uhr
im „Forum vor der Aula“ der BBS Ammerland
Elmendorfer Straße 59
26160 Bad Zwischenahn

Begrüßung: Wilma Eberlei (Schulleiterin BBS Ammerland)

Einführung: Sirma Kekeç

Schülerinnen und Schüler: Mohamed Alkadi, Helin Ayaz, Adrian Bleckwehl, Jella Dannemann, Danielle Degenkolbe, Gina-Maria Domagalla, Mustafa Fadleah, Jasmin Fickenfrerichs, Aimée Heidenreich, Fabian Hoffmann, Ibrahim Ibrahim, Merdjan Jasharova, Alisa Mani, Sandra Perz, Mesut Rasoli, Isabell Steinker

Lehrerinnen:
Ayke Niemeyer
Charlotte Schäffer
Lisa Strathmann

Inklusionsbegleiterin: Hilke Baumann

Künstlerische Leitung: Sirma Kekeç

 

 

 

 

Ausstellung „Lebensbilder“ (2022)
Die Arbeitsgemeinschaft Vertriebene (AG Vertriebene) der Oldenburgischen Landschaft konzipierte die Wanderausstellung „Lebensbilder“. Auf großformatigen Rollbannern präsentiert die Ausstellung Biografien von Oldenburger Persönlichkeiten, die als Vertriebene in die Stadt gekommen sind und sich hier eine neue Existenz aufgebaut haben. Viele von ihnen haben historische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen in der Stadt nachhaltig geprägt. Genannt seien beispielsweise die Kammerschauspielerin Elfi Hoppe, der ehemalige Landtagspräsident Horst Milde oder die Textilunternehmerfamilie Dobrat.

„Im September 2019 haben wir ein zweitägiges Podiumsgespräch unter dem gleichen Titel veranstaltet“, so AG-Leiterin Dr. Gisela Borchers. „Wir versuchen mit unserem Konzept, die Wirkung der Vertriebenen in ihrem neuen Umfeld zu erforschen, wo sie Spuren hinterlassen oder das öffentliche Leben bereichert haben. Diese Ausstellung ist ein Teil unserer Forschungsarbeit, die sicherlich noch nicht beendet ist.“

Zum 75. Bestehen des Landes Niedersachsen wurde sie im Foyer der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) in den Schlosshöfen Oldenburg erstmals gezeigt. Hier finden Sie demnächst die Ausstellung in einer PDF-Ansicht.

Die Ausstellung umfasst 15 leicht transportable Rollbanner, die kostenlos verliehen werden. Wer die Ausstellung zeigen möchte, kann sich gerne unter Telefon 0441-77918 0 in der Geschäftsstelle der Oldenburgischen Landschaft melden.

Bisheriger Ausstellungsorte:
28. März bis zum 29. Mai 2022 – Forum St. Peter, Peterstraße 22-26 in Oldenburg
11. Januar 2022 bis 26. Februar 2022 – im Restaurant Schirrmann’s der Jugendherberge in Oldenburg
27. Oktober 2021 bis 26. November 2021 im Foyer der LzO-Filiale in den Schlosshöfen in Oldenburg

Ausstellung der AG Kunst (16.2.-20.4.22)
Das Sozialgericht Oldenburg und die Arbeitsgemeinschaft Kunst in der Oldenburgischen Landschaft zeigen ab Mittwoch, den 16. Februar, im Elisabeth-Anna-Palais (Sozialgericht) in Oldenburg Aquarelle und Zeichnungen des Grafikers Ocko Wilhelm Schmidt.

Wer war Ocko Wilhelm Schmidt?

Ocko Wilhelm Schmidt, geboren 1911 in Rio Grande Do Sul, Brasilien, war der Sohn eines Sekretärs in konsularischen Diensten. Wir wissen wenig von diesem Künstler. Was mit ihm als Kind und Jugendlichem in und zwischen den Kriegen geschah, entzieht sich unserer Kenntnis. Wohl lassen sich Reisen feststellen, aber erste Bildsignaturen von 1930, 1932 und ab 1947 geben Fingerzeige, dass er sich einerseits in Venedig, andererseits im Oldenburger Raum aufgehalten haben musste. Der Zeichenblock begleitete Ocko Wihelm Schmidt auf seinen Reisen und Spaziergängen. Eine Mappe mit Stadtansichten von Oldenburg und Venedig hat sich erhalten und ist das Material der Ausstellung. Ocko Wilhelm Schmidt, der – wie einige Abbildungen auch zeigen – als Werbegrafiker tätig gewesen ist, erfasste in seinen Zeichnungen Architekturen im Hafenviertel in Oldenburg und an den Kanälen in Venedig präzise, schuf durch Schraffuren Atmosphäre und bewegte mit rhythmischen Strichfolgen Wolken- und Wasserwellen. Seine Aquarelle zeigen eine sensibel differenzierte Farbigkeit. Dass der Künstler diese Arbeiten nie ausgestellt hatte, lässt vermuten, dass es ihm nicht um Öffentlichkeit und Kunsthandel ging, sondern um Erleben und Erinnerung. Ocko Wilhelm Schmidt starb 1993 in Oldenburg.

O.W.Schmidt 1: Oldenburg, Lange Straße mit Degodehaus, Zeichnung

Die Ausstellung im Elisabeth-Anna-Palais (Sozialgericht), Schloßwall 16, 26122 Oldenburg ist unter Wahrung der coronabedingten Hygiene-Vorschriften bis zum 20. April montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 -12 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.[

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Tagungen

Reihe: Kultur im ländlichen Raum: Herausforderungen und Chancen (2018/2019)
Erste Tagung 29. November 2018 in Stapelfeld Zweite Tagung Mittwoch, 08. Mai 2019 in der Katholischen Akademie Stapelfeld Themen: – Künstlersozialkasse (KSK), – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA), – urheberrechtliche und datenschutzrechtliche Anforderungen zum Fotorecht. Nach der Mittagspause schloss sich eine Gesprächsrunde zum Thema „Kultur schafft Heimat“ an. Austausch zu den Fragen: – Wie erreichen wir die Menschen vor Ort? – Sind unsere Inhalte aktuell und transparent?
Reihe: Oldenburger Historisches Quartett
Zweimal jährlich findet das Oldenburger „Historische Quartett“ statt. Es wurde 2001 von dem Oldenburger Historiker Prof. Dr. Ernst Hinrichs zusammen mit der Buchhandlung Thye ins Leben gerufen. Drei Historikerinnen bzw. Historiker der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und ein Autor bzw. eine Autorin einer wichtigen Neuerscheinung aus dem historisch-politischen Bereich als Gast sprechen über das jeweilige Werk sowie eine weitere Neuerscheinung. Seit Herbst 2015 gehören dem Historischen Quartett an:
  • Neuzeithistorikerin Prof. Dr. Gunilla Budde
  • Osteuropahistoriker Prof. Dr. Hans Henning Hahn
  • Althistoriker Prof. Dr. Michael Sommer
Gäste waren unter anderem:
  • Bernd Roeck: Der Morgen der Welt. Geschichte der Renaissance
  • Patrick Bahners: Helmut Kohl. Der Charakter der Macht
  • Christopher Clark: Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
  • Jan Assmann: Exodus. Die Revolution der Alten Welt
  • Prof. Dr. Ute Frevert: Gefühlspolitik. Friedrich II. als Herr über die Herzen?
  • Prof. Dr. Jürgen Kocka: Arbeit an der Geschichte
  • Ulrich Raulff: Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung.