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Hörstation 3 – Das Foyer

Hörstation 3 – Das Foyer

— AUDIOSPUR —

Als der Tabakunternehmer Tölken im Jahr 1897 das Architekturbüro Gildemeister und Sunkel mit dem Ausbau seines Hauses beauftragte, entwarfen diese folgende Raumaufteilung: Im Erdgeschoss befanden sich die Räume, in denen Gäste und Geschäftsleute empfangen wurden. Nach Eintreten durch den mit Marmor ausgestalteten Eingangsbereich befand sich links das Herrenzimmer, das als Arbeitszimmer des Hausherrn gedacht war.  Daneben fügten sich, betretbar durch eine Zwischentür, zwei Wohnzimmer an, die durch eine große Schiebetür miteinander verbunden waren. Heute liegt diese hinter eingebauten Bücherregalen verborgen. Das hintere Wohnzimmer bot außerdem einen Zugang zum Garten über eine kleine Veranda, die ähnlich der heute erhaltenen auf der Straßenseite war. Ebenfalls im Erdgeschoss befand sich das Speisezimmer der Familie, das sich hinten links im mittleren Gebäudeteil befand und jetzt nicht mehr erkennbar ist. Rechts daneben war ursprünglich die Küche angesiedelt.

Rechts von der Eingangstür befanden sich Nähzimmer, Garderobe und Toilette. Diese Anordnung der Räume wurde im Laufe der Zeit deutlich verändert. Inzwischen befinden sich hier ein Büro und eine kleine Küche. In diesem Bereich befand sich ehemals auch ein Seiteneingang für die Bediensteten. Von dort aus führte eine Treppe in die Obergeschosse. Diese Treppe und der Seiteneingang sind heute nicht mehr vorhanden.

Die Familie Tölken betrat die erste Etage über die große Treppe im Foyer. Oben befanden sich die Schlaf- und Kinderzimmer sowie das Badezimmer.

Die letzte großen Renovierung des Hauses fand von 2025 bis 2026 statt. Sie wurde von der Energieversorgung Weser-Ems (kurz EWE) vorgenommen. Die EWE ist Eigentümerin und vermietet das Gebäude heute an die Oldenburgische Landschaft und teilweise an den EWE Verband.

Bei den Renovierungen wurden historische Wandmalereien durch ein Restauratorenteam freigelegt. Ein kleiner Teil davon wurde aufgearbeitet und befindet sich in dem Rundbogen im Foyer. Im Jahr 1898 waren die Wände von Foyer und Treppenaufgang gänzlich in dieser Art bemalt.

Gemeinsam mit der Treppe und dem Oberlicht gestalteten die Architekten den Innenraum als stimmiges Gesamtkunstwerk. Dazu zählen auch zwei besondere Glasfenster, die sich im Kaminzimmer und an der gegenüberliegenden Seite des Hauses befinden.

Direkt über dem Oberlicht befindet sich eine interessante Konstruktion, die von unten unsichtbar ist: Ein Lichtschacht, der nach Norden ausgerichtet und verglast ist, sorgt für eine gleichmäßige Beleuchtung.

Im Innern des Gebäudes zeigt sich der Jugendstil, während das Äußere des Hauses eher dem Historismus entspricht.

Näheres zur imposanten Treppe erfahren Sie auf dem Treppenabsatz im ersten Obergeschoss an der Hörstation 4.

 

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