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Sportstätten als Erinnerungsorte

Turnhallen, Stadien, Schwimmbäder und Sportplätze sind Orte, an denen viele Menschen ihre Zeit verbringen – allein oder gemeinsam. Zahlreiche Sportstätten existieren bereits seit über hundert Jahren, doch die wenigsten Menschen wissen etwas über die Geschichte der Orte, die sie regelmäßig im Alltag aufsuchen. Denn Sportstätten waren nur selten ausschließlich Orte des Sports: Sie erfüllen bis heute wichtige soziale und identitätsstiftende Funktionen. Als Erinnerungsorte sind sie Speicher kollektiver Erfahrungen und gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse.

Das Projekt „Sportstätten als Erinnerungsorte“ hat zum Ziel, die Geschichte und gesellschaftliche Bedeutung von Sportstätten sichtbar zu machen und stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Es baut auf dem bereits erfolgreich durchgeführten Vorgängerprojekt (2021-2023) „Unpolitische Orte? Sportstätten und ihre gesellschaftliche Bedeutung“ auf, in dem Integrations- und Ausgrenzungsmechanismen an Sportstätten zwischen 1930 und 1970 erforscht wurden. Gemeinsam mit Jugendlichen entstanden dabei individuelle Teilprojekte, deren Ergebnisse in Form von Ausstellungen, Podcastfolgen sowie schriftlichen Beiträgen und einem eigenen Sammelband festgehalten wurden.

Während der bisherige Fokus auf Sportstätten im Oldenburger Land lag, werden im Rahmen des neuen Projekts (2026-2028) die Untersuchungsperspektiven erweitert. Auch das Netzwerk an Kooperations- und Forschungspartnern soll ausgebaut werden.

Frauenfußball im Oldenburger Land während des DFB-Verbots:
Die Oldenburgische Landschaft sucht Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Für ein Forschungsprojekt zur Geschichte des Frauenfußballs im Oldenburger Land suchen wir Menschen aus Oldenburg und der Region, die sich an die Zeit des Verbots des Frauenfußballs (1955–1970) sowie an die Jahre unmittelbar danach erinnern können oder selbst aktiv waren. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) untersagte seinen Vereinen damals die Förderung und Organisation des Frauenfußballs. Dennoch spielten viele Frauen weiter, gründeten eigene Mannschaften und kämpften für sportliche Gleichberechtigung.

Gesucht werden Spielerinnen, Trainer und Trainerinnen, Funktionäre, Angehörige, Zuschauerinnen und Zuschauer sowie alle, die persönliche Erinnerungen an diese Zeit beisteuern können.   

Besonders interessieren uns:

  • persönliche Erlebnisse und Erinnerungen
  • Hinweise auf Spielorte und Treffpunkte während der Verbotsphase
  • Berichte über Vereine, Mannschaften und Spiele
  • Fotografien, Filme und Videoaufnahmen
  • Zeitungsartikel, Programme, Urkunden oder andere Dokumente
  • Geschichten über die gesellschaftliche Wahrnehmung des Frauenfußballs in den 1950er-, 1960er- und frühen 1970er-Jahren

Mit Ihren Beiträgen helfen Sie dabei, ein wichtiges Kapitel der Sport- und Zeitgeschichte zu dokumentieren und für kommende Generationen zu bewahren. Die Materialien sollen im Rahmen des Forschungsprojektes multimedial aufgearbeitet werden.

Wenn Sie selbst aktiv waren oder über entsprechendes Material verfügen, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Sprechen Sie gerne auch Personen in Ihrem Umfeld an und helfen Sie uns damit, möglichst viele Rückmeldungen zu erhalten.  

Ansprechpartnerin:
Sonja Broy (Oldenburgische Landschaft/wiss. Projektleitung)        
Telefon: 0441 – 77 91 8 27        
E-Mail: erinnerungsorte@oldenburgische-landschaft.de       

Der Aufruf ist Teil des Projektes „Sportstätten als Erinnerungsorte“ der Oldenburgischen Landschaft, gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Stiftung Niedersachsen und die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland. 

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Das Projekt „Sportstätten als Erinnerungsorte“ unter der Trägerschaft der Oldenburgischen Landschaft wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Stiftung Niedersachsen und die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland. 

 

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