Bürgermeister würdigt Engagement der Beteiligten
Im Band Post Mortem begegnen die Leser eingemauerten Leichen, geheimnisvollem Reisegepäck, einer tödlichen Epidemie und vielen weiteren schaurigen Themen. Daneben enthält das Buch jedoch auch eine Detektivgeschichte sowie die humorvolle Erzählung von der Überlistung des Teufels. Zehn Geschichten und Gedichte wurden von Margot Tameling, Veronika Pugge und Henk Wolf ins Saterfriesische übertragen.
Das Buch enthält jedoch nicht nur saterfriesische Texte, sondern auch Beiträge in den verwandten friesischen Sprachen, die in der niederländischen Provinz Friesland sowie an der schleswig-holsteinischen Westküste im Kreis Nordfriesland gesprochen werden. Insgesamt haben sieben Übersetzerinnen und Übersetzer zu dem interfriesischen Kooperationsprojekt beigetragen. Der Friesenrat hat die Herausgabe durch eine Förderung ermöglicht.
„Es ist ein Buch für alle Friesen und für alle, die eine friesische Sprache lernen möchten“, erklärt Henk Wolf vom Seeltersk-Kontoor, der den Heimatverein bei der Herausgabe unterstützt hat. „Es braucht mehr friesischsprachige Literatur. 2019 haben wir Gretchen Grosser verloren, und mit ihrem Tod ist die saterfriesische Literatur weitgehend zum Stillstand gekommen. Übersetzungen beliebter Autoren wie Poe helfen dabei, diese Lücke zu schließen.“
Interessierte erhalten Post Mortem beim Seelter Buund in Scharrel oder beim Seeltersk-Kontoor im Rathaus der Gemeinde Saterland in Ramsloh. Die Schulen und Büchereien im Saterland erhalten ein kostenloses Exemplar.
Bibliographische Angaben: Edgar Allan Poe, Post mortem. Scharrel: Seelter Buund, 2026. 180 Seiten. ISBN 978-3-086474-2. Preis: 15,00 Euro.

