1. Home
  2. /
  3. Kunst

Christoph Niemann. Randnotizen

Werkschau

15. November 2025 bis 17. Mai 2026

Er zeichnet regelmäßig Titelbilder für The New Yorker, hat 1,1 Millionen Follower auf Instagram » und Netflix hat ihm eine eigene Episode der Serie Abstract: The Art of Design » gewidmet: Christoph Niemann. Die Außenfassade des Horst-Janssen-Museums ziert seit 2023 sein 50 Meter langes Wandbild Current Lines ». Nun ist die Kunst von Christoph Niemann » (*1970) endlich auch im Horst-Janssen-Museum zu sehen und zwar in Form einer großen Werkschau vom 15. November 2025 bis zum 17. Mai 2026. 

Auf zwei Ebenen (700 qm) präsentiert das Museum Werkreihen des international tätigen Illustrators und Grafikers. Es sind so bekannte Serien wie die Sunday Sketches dabei, in denen Christoph Niemann ausgehend vom Foto eines Alltagsgegenstandes mit Hilfe von Zeichnung eine motivische Verfremdung schafft. Auch die Photo Drawings gehören dazu. Hier werden Fotomotive, die der Künstler auf Reisen festgehalten hat, mit originellen Einfällen umgedeutet oder erweitert. 

Die Werkschau zeigt auch Niemanns farbintensive Tuschezeichnungen, in denen der Künstler mit reduzierten Strichen und Flächen die Atmosphäre von quirligen Städten, kargen Landschaften und üppiger Botanik sinnlich erfahrbar macht. Zu sehen sind außerdem seine Siebdrucke, die fast malerisch daherkommen, und die Linolschnitte seiner ZOO-Serie, aber auch ‚angewandte‘ Zeichnungen, wie die Covergestaltungen für die großen internationalen Magazine.

Christoph Niemann reflektiert immer wieder auch sein eigenes Schaffen und das kreative Arbeiten überhaupt. Visuell und sprachlich verdichtet er komplexe Fragen und bringt sie auf den Punkt. Dabei ist er heiter, scharfsinnig und gewitzt und verblüfft uns mit minimalistischen Zeichnungen.

Zum Mitmachen und Kreativwerden laden nicht nur die vielfältigen und hochkarätigen Workshops des Rahmenprogramms ein. Auch in der Ausstellung können sich kleine und große Museumsgäste auf interaktive Werke und Spiele wie Christoph Niemanns Kid’s App freuen. Christoph Niemann. Randnotizen ist eine Ausstellung zum Staunen über das, was Zeichnung alles kann.

Kuratorin: Jutta Moster-Hoos. Kuratorische Assistenz: Antje Tietken.

Tanz begegnet Collagekunst im Elisabeth-Anna-Palais

Im Rahmen der Ausstellung „Der stille Blick“ – Collagen von Jens Thiele findet am Montag, 20. Oktober um 19.00 Uhr, im Elisabeth-Anna-Palais, Schloßwall 16 ein Ballettabend statt.

An diesem Abend begegnen sich Bewegung und Bild, reagieren aufeinander und verschmelzen für einen Moment zu einer gemeinsamen Ausdrucksform. Zwischen Körper und Werk entsteht eine spannende Wechselwirkung: Die Dynamik des Tanzes scheint die physischen Grenzen der Bilder zu überschreiten und ihre Komposition im Raum fortzusetzen.

Dargeboten wird ein klassisches Repertoire: Pas de deux und Variationen sowie Originalchoreografien zur Musik von Tschaikowsky, Schostakowitsch, Bizet und Liszt. Getanzt von Fran Kovačić und Tâmara Dornelas, beide Mitglieder der BallettCompagnie Oldenburg.

Im Anschluss an den Ballettabend steht der Künstler Jens Thiele für Gespräche über seine Ausstellung zur Verfügung.

Der Eintritt ist frei, Spenden für die Tänzerinnen und Tänzer sind sehr willkommen.

Die Zahl der Plätze im Elisabeth-Anna-Palais ist begrenzt.

Die Collagen von Jens Thiele entstehen aus unzähligen kleinen Papierschnipseln, die der Künstler Lifestyle-Zeitschriften entnimmt. In einem langwierigen Prozess fügt er sie Schicht für Schicht zu fein abgestimmten Bildkompositionen zusammen. Seine Arbeiten wirken oft wie gemalt – doch statt Pinsel und Farbe verwendet er ausschließlich geschnittenes oder gerissenes Papier. Dabei geht es ihm nicht um Brüche oder Zufälligkeiten, sondern um Licht, Fläche, Raum und die malerischen Qualitäten des Materials.

Details zur Ausstellung:

Titel: „Der stille Blick“ – Collagen von Jens Thiele
Ort: Sozialgericht im Elisabeth Anna-Palais, Schloßwall 16, Oldenburg
Dauer: 08.10.2025 – 30.12.2025
Öffnungszeiten: Mo – Do von 9-15 Uhr, Fr von 9-12 Uhr.

Ausstellung „Münstermann”

Vom 23. August bis 30. November 2025 präsentiert das Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg im Augusteum die erste große Ausstellung zum manieristischen Bildhauer Ludwig Münstermann. Zahlreiche Werke aus dem Bestand des Landesmuseums werden dabei erstmals öffentlich zu sehen sein.

Er war ein Meister der Übersteigerung und der Extreme, als norddeutscher Bildhauer und Schnitzer im 17. Jahrhundert ein Ausnahmetalent und bei seinen Auftraggebern hochgeschätzt – und dennoch ist Ludwig Münstermann (um 1575–1637/38) sowohl innerhalb der Kunstgeschichte als auch einem breiteren Publikum weitgehend unbekannt geblieben.

Dabei sind seine expressiven, aus Holz geschnitzten Bildwerke von einer Aktualität, die nach den Grundsätzen der menschlichen Existenz fragt und die Betrachtenden auf tiefer emotionaler Ebene berührt. Zerklüftete Physiognomien, überlängte Gliedmaßen und dramatische Gesten zeugen von Münstermanns Anliegen, Emotionen in gesteigerter Form Ausdruck zu verleihen.

Mit seiner Werkstatt schuf Münstermann zahlreiche, zum Großteil bis heute erhaltene Altäre, Kanzeln und Taufen für Kirchen im Oldenburger Land. Ausgehend von ihren Exponaten nimmt die Ausstellung immer wieder Bezug auf diesen besonderen Kulturschatz der Region, den es neu zu entdecken gilt.

Die Ausstellung „Münstermann” wird ermöglicht durch die Förderung der Kulturstiftung der Länder, der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Oldenburgischen Museumsgesellschaft.

Finissage und Gespräch Münstermann-Ausstellung

Der berühmte Maler, Grafiker und Bildhauer Markus Lüpertz spricht mit Stefan Trinks, Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, über die Kunst Ludwig Münstermanns und seine von ihm inspirierten Werkreihe, die in der Ausstellung im Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg zu sehen ist.

Für die Finissage der Ausstellung bekommen Sie Tickets über ticket2go: Hier gelangen Sie zum Ticketverkauf: https://ticket2go.de/#!/event/5029.

Es gibt folgende zwei Preiskategorien: Regulärer Eintritt (10,50 € zzgl. 1,50 € Systemgebühren, d.h. gesamt 12 €) und ermäßigter Eintritt (7,50 € zzgl. 1,50 € Systemgebühren, d.h. gesamt 9 €).

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur mit einem online erworbenen Ticket möglich!

Kinderzeichnen: Teufelsengel oder Engelsteufel

Der norddeutsche Bildhauer Ludwig Münstermann aus dem 17. Jahrhundert inspiriert uns zu fantastischen Malereien rund um seine Skulpturen. Wir zeichnen vor Originalen und werden mit Gouache- und Acrylfarben eigene Gemälde dazu malen. Wer möchte, kann sich eine Leinwand (30 x 40 cm oder 30 x 50/60 cm) mitbringen.

Anmeldung erforderlich, Link: Veranstaltung – Landesmuseum Oldenburg

Fotografien von Heinrich Kunst – Das Oldenburger Land zwischen Tradition und Wandel

Der Bildbestand des Heimatfotografen Heinrich Kunst in der Oldenburgischen Landschaft ist in seiner umfassenden, facettenreichen Form über viele Jahrzehnte des letzten Jahrhunderts einzigartig für das Oldenburger Land und kann dazu beitragen, diese Region besser zu verstehen. Der Bestand kann Einblicke eröffnen in das Leben der Menschen und damit in die oldenburgische Identität im letzten Jahrhundert. Er macht Neuerungen, Werte und Haltungen in den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen sichtbar, von Familie über Arbeit bis hin zu Technik. Die Ausstellung soll mithilfe von Fotografien aus den 1950er, -60er und -70er Jahren Eindrücke des Lebens im letzten Jahrhundert vermitteln und eine Vorstellung der Haltungen aus dieser Zeit ermöglichen.

Vernissage am 10. Juli 2025 mit Kurator Viktor Schoenbeck, Oldenburgische Landschaft

Ausstellung vom 10.7.2 bis 16.8. 2025 in der Landesbibliothek Oldenburg,