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Folge 9: Das Oldenburger Land im Zweiten Weltkrieg. Gespräch über Recherchen der Praktikanten Aaron Scheltwort und Jannes Heide

Im September 2020 absolvierten die beiden Studenten Aaron Scheltwort und Jannes Heide ein studentisches Praktikum in der Geschäftsstelle der Oldenburgischen Landschaft. Im Fach Geschichte auf Lehramt studierend, interessierten sie sich besonders für das Oldenburger Land im Zweiten Weltkrieg und führten verschiedene Recherchen durch. Sarah-C. Siebert hat mir ihnen über ihre Erkenntnisse gesprochen. Diese Folge wurde im September 2020 aufgenommen, als Aaron und Jannes ihr Praktikum absolvierten.

Musik

Majanko In dieser Folge spielen wir das Lied “Wies” von Majanko. Hier ist Majanko auf Facebook➚. Sie sind Gewinner Plattsounds➚ 2020.
Razor Punch Wir spielen auch die Band Razor Punch➚ mit ihrem Lied Hier➚ (dinge de we doon) . Sie sind Publikumsliebling bei Plattsounds➚ 2020 geworden.

Shownotes

In dieser Folge wurde angesprochen:
  • Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg➚ ist eine von zwei Unis im Oldenburg Land. Die zweite ist die Universität Vechta➚.
  • Geschichtswissenschaft➚.
  • Geschichtsstudium➚.
  • Didaktik: Die Lehre vom Lehren und Lernen. Geschichtsdidaktik ist diejenige wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Form, Entstehung und Förderung von Geschichtsbewusstsein beschäftigt. Sie ist keine Unterdisziplin der allgemeinen Didaktik, sondern eine eigenständige Disziplin, mit Bezügen zur Geschichtswissenschaft (besonders der Geschichtstheorie), Erziehungswissenschaft bzw. Pädagogik und Psychologie sowie den Sozial- und Kulturwissenschaften. Der schulische Geschichtsunterricht ist das vorrangige, aber nicht das einzige Handlungsfeld der Geschichtsdidaktik.
  • Das Themenportal www.oldenburger-land-entdecken.de. Mit Neugestaltung dieser Webseite 2021 wurde auch das Themenportal umgebaut: Das Unterrichtsmaterial ist nun hier zu finden und das Digitale Geschichtsbuch hier.
  • Ein Kriegstagebuch➚: Klausch, Hans-Peter: Oldenburg im Zweiten Weltkrieg: Das Kriegstagebuch des Mittelschullehrers Rudolf Tjaden, Isensee 2010.
  • Das Mahnmal der Opfer des Nationalsozialismus an der Weserstraße 58 in Wilhelmshaven➚ am Eingangsbereich des Küstenmuseum, Weserstraße „Sie mussten gehen, sie sind nicht vergessen“.
  • Die Reichpogromnacht, auch Reichskristallnacht oder Kristallnacht. Die sogenannte Reichspogromnacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in Europa. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden systematische Gewaltmaßnahmen gegen Juden von den Nationalsozialisten initiiert.
  • Das Buch von Katharina Hoffmann und Andreas Lembeck: Nationalsozialismus und Zwangsarbeit in der Region Oldenburg, BIS Verlag, 1999. Titel und Volltextzugang unter http://oops.uni-oldenburg.de/595/➚.
  • Der Erinnerungsgang➚. Der „Erinnerungsgang“ ist eine jährlich in der Stadt Oldenburg durchgeführte Demonstration. Der Arbeitskreis Erinnerungsgang organisiert seit 1982 diesen Schweigemarsch entlang des Weges der jüdischen Oldenburger am 10. November 1938 von der Polizeikaserne durch die Innenstadt zum Gerichtsgefängnis. Nachdem in der Nacht zuvor – der Reichspogromnacht – auch die Oldenburgs Synagoge zerstört wurde, waren Männer jüdischen Glaubens festgenommen worden, angeblich in „Schutzhaft“. Am folgenden Tag wurden sie in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. („Oldenburgische Staatszeitung”, 11. November 1938).
  • Das Mahnmal an der Peterstraße in Oldenburg. Damit ist die Gedenkwand➚ gemeint, die an die Mitbürger*innen in Oldenburg erinnert, die wegen ihres Glaubens verfolgt oder ermodet wurden.
  • Was hat Geschichte mit mir zu tun? Mirko Droschke von „Mr Wissen toGo“ erklärt es in einem dreiminütigen Video➚.
  • Die NSDAP hatte schon 1933 die Mehrheit der Stimmen➚ in Oldenburger Stadtrat. Zu Kriegsende kapituliert➚ die Stadt vor den Kanadischen Allierten kampflos.
  • Was wusste man/was konnte man wissen? Die zeitgenössische Kenntnis vom Holocaust wurde ab den 1990er Jahren ein besonderes Forschungsthema der Zeitgeschichte. Nach übereinstimmender Einschätzung der neueren Forschung stellt die vielfach vorgebrachte Aussage der Deutschen in der Nachkriegszeit, man habe vom Holocaust nichts gewusst, eine Schutzbehauptung dar. Tatsächlich war der massenhafte Mord an den Juden Europas ein offenes Geheimnis, das man durchaus hätte wissen können. Stattdessen hätten viele aber gezielt weggeschaut. Dazu: Holocaust – Die Lüge von den ahnungslosen Deutschen➚, ein Bericht von Volker Steinhoff in „Panorama“, oder ein Interview im Neues Deutschland 2007 „Wussten die Deutschen vom Holocaust? Saul Friedländer sagt: ‘Ja, aber es war ihnen egal’“➚.
  • Das Denkmal für vier ermordete jüdische Schülerinnen➚ am Gymnasium Westerstede.
  • Geschichte wiederholt sich immer wieder – eine viel diskutierte Fragestellung➚. Gerade angesichts der einzigartigen Katastrophe in Europa schaut der “Engel der Geschichte” ohnmächtig zurück➚.
  • Warum sollte man sich heute mit dem Holocaust beschäftigen? – Weil viele nicht genug davon wissen➚ und weil wir aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen➚ (PDF).

Galerie

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