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Kulturrat Oldenburg stellt Arbeit vor

Minister Mohrs lobt vorbildliche Kooperation bei der Digitalisierung historischer Karten

Der Kulturrat Oldenburg hat dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Falko Mohrs, seine Arbeit am Beispiel des kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Digitalisierungsprojekts historischer Karten vorgestellt: Über 1.000 wertvolle Kartenblätter des 16. bis 19. Jahrhunderts aus dem Besitz oldenburgischer Museen sind jetzt für die Öffentlichkeit im Internet über mehrere Fachportale kostenlos und frei zugänglich. Ermöglicht hat die weltweite Sichtbarkeit dieser bisher verborgenen Kartenschätze des Oldenburger Landes die enge Zusammenarbeit der Museen mit der Landesbibliothek Oldenburg im Rahmen des Kulturrates. Beteiligt sind das Landesmuseum für Kunst und Kultur Oldenburg, das Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg, das Stadtmuseum Oldenburg, das Schlossmuseum Jever und das Museumsdorf Cloppenburg.

Niedersachsens Kulturminister Falko Mohrs: „1.000 wertvolle historische Kartenblätter und Unikate zeigen eindrucksvoll: Mit dem Kooperationsprojekt ist es herausragend gelungen, die Kartenschätze des Oldenburger Lands nach aktuellen Standards zu erschließen, zu digitalisieren und sie im Internet für Wissenschaft und Öffentlichkeit weltweit sichtbar, kostenfrei zugänglich und nutzbar zu machen. Die digitale Zugänglichkeit dieser wertvollen Quellen stellt eine wichtige Grundlage für die weitere Forschung dar. Zugleich belegt das Projekt beispielhaft die gute Zusammenarbeit der Kulturinstitutionen in der Region.“

Im Rahmen des vom Land Niedersachsen und der Stadt Oldenburg geförderten Projekts hat die Landesbibliothek Oldenburg 1.024 wertvolle historische Kartenblätter in hoher Auflösung digitalisiert und in der nationalen Fachdatenbank für Altkarten IKAR (Staatsbibliothek Berlin) sowie im Verbundkatalog des GBV (Gemeinsamer Bibliotheksverbund) nach aktuell gültigen Standards katalogisiert. Darunter sind auch 268 handgezeichnete Stücke. Hierzu zählt die im Jahr 1720 entstandene Delineation über die Situation und Abtheilung aller Deich-Züge der Graffschafft Oldenburg in 20 Blättern aus dem Bestand des Stadtmuseums Oldenburg. Die älteste gedruckte Karte im Projekt ist ein koloriertes Exemplar der Vtrivsqve Frisiorvm Regionis Noviss. Descriptio (Neueste Beschreibung beider friesischer Gebiete) des Antwerpener Kartographen Abraham Ortelius aus dem Jahr 1568 im Landesmuseum für Kunst und Kultur Oldenburg. Insgesamt sind so 2.522 hochauflösende Digitalisate (in der Regel Vorder- und Rückseiten) entstanden. Dies entspricht bei der Katalogisierung 4.226 Titelaufnahmen für die physischen Originale und deren digitale Kopien (jeweils 2.113 in IKAR und im Verbundkatalog des GBV).

Die digitalisierten Karten sind jetzt sowohl unter einer eigenen Projektseite in den Digitalen Sammlungen der Landesbibliothek Oldenburg (https://digital.lb-oldenburg.de) als auch innerhalb des niedersächsischen Kartenportals „Kartenspeicher“ (https://kartenspeicher.gbv.de) online zugänglich. Hier können sich alle Interessierten auf kartographische Entdeckungsreise begeben und neue, bislang schwer zu erkundende Welten kennenlernen.

Im Kulturrat Oldenburg arbeiten die Kulturinstitutionen in der Stadt Oldenburg und im Oldenburger Land zusammen und setzen verschiedene Projekte um: Mitglieder sind das Oldenburgische Staatstheater, das Landesmuseum Kunst und Kultur Oldenburg, das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg, die Landesbibliothek Oldenburg, das Niedersächsische Freilichtmuseum Cloppenburg, das Schlossmuseum Jever sowie das Niedersächsische Landesarchiv, Standort Oldenburg, und die Museen und Ausstellungshäuser der Stadt Oldenburg.

(jeweils von links) vordere Reihe: Ulf Prange MdL (Oldenburgische Landschaft), Beate Klingenberg (Landesbibliothek Oldenburg), Corinna Roeder (Landesbibliothek Oldenburg), Minister Falko Mohrs (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur), Dr. Matthias Bley (Landesbibliothek Oldenburg), Dr. Ursula Warnke (Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg), Dr. Anna Heinze (Landesmuseum Kunst und Kultur Oldenburg) –  hintere Reihe: Prof. Dr. Uwe Meiners (Oldenburgische Landschaft), Dr. Kerstin Rahn (Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Oldenburg), Christiane Cordes (Amt für Kultur, Museen und Sport der Stadt Oldenburg), Dr. Andreas von Seggern (Schlossmuseum Jever), Dr. Michael Schimek (Museumsdorf Cloppenburg).
Foto: Jörgen Welp, Oldenburgische Landschaft