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Pressemitteilung Nr. 07/21 vom 8. Juni 2021

Studierenden-Förderpreis „Forschung Regional“ der Oldenburgischen Landschaft

Detektivische Botanik und zukunftsorientiertes Wohnen –Christina Dick und Isabel Averdam für Abschlussarbeiten ausgezeichnet

07/21 SK/JW

Oldenburg. Ihren diesjährigen Förderpreis „Forschung Regional“ vergab die Oldenburgische Landschaft an die Biologin Christina Dick aus Oldenburg und die Architektin Isabel Averdam aus Vechta für ihre Abschlussarbeiten an der Universität Oldenburg beziehungsweise an der Muenster School of Architecture im Department Städtebau. Die Verleihung des Nachwuchswissenschaftspreises nahm der Präsident der Oldenburgischen Landschaft, Prof. Dr. Uwe Meiners, im Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg vor.

Christina Dick erhielt die Auszeichnung für ihre Bachelorarbeit über ein Herbarium aus dem Bestand des Landesmuseums. Isabel Averdam legte in ihrer ebenfalls prämierten Masterthesis aus dem Bereich Städtebau einen Entwurf für ein fiktives Wohnbauprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Coca-Cola Werks in Oldenburg-Bümmerstede vor.

„Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind Garanten für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft und unserer Region“, erklärte Landschaftspräsident Meiners. „Die beiden ausgezeichneten Arbeiten zeigen ganz deutlich, welches spannende wissenschaftliche Potential gerade in Themen vor Ort liegen kann.“

Die Idee hinter dem Entwurf von Averdam für eine Reihenhaussiedlung ist eine Wohnform, die ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gemeinschaft sowie ein besonderes Maß an Wohnqualität verbinden soll. Die Absolventin zeigt damit eine für die Region eher unkonventionelle Option für den Wohnungsbau in Oldenburg auf. Ihre Arbeit ist ein Plädoyer für zukunftsorientierte bauliche Lösungen und von besonderer Aktualität, gilt doch auch Oldenburg als Stadt mit erheblichem Mangel an bezahlbarem Wohnraum.

Die Arbeit von Christina Dick ist einem historischen Herbarium gewidmet. Die Sammlung von Pflanzenpräparaten des Apothekers Bürkle stammt ursprünglich aus Göppingen in Süddeutschland. In akribischer Detektivarbeit zeichnet Dick die Entstehung der Pflanzensammlung in der Nachkriegszeit und deren Weg nach Oldenburg nach: Die Witwe des Apothekers hat das Herbarium nach Oldenburg gebracht und schließlich dem Landesmuseum übergeben. Dick prüfte und digitalisierte darüber hinaus alle 174 darin enthaltenen Funde und erstellte auf dieser Grundlage ein didaktisches Konzept für das Herbarisieren im Studium.

Die Oldenburgische Landschaft setzt sich nachdrücklich für eine Förderung der regionalen Forschung ein und möchte Anreize für Studierende schaffen, sich in ihren Abschlussarbeiten mit regionalen Themen zu befassen. In diesem Zusammenhang verleiht sie jedes Jahr ihren Nachwuchswissenschaftspreis „Forschung Regional“. Für den Förderpreis 2022 können sich Studierende aller Fachrichtungen noch bis zum 1. Oktober mit ihrer Bachelor- oder Masterarbeit bewerben. Voraussetzung ist ein Bezug zum Oldenburger Land, das die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Vechta und Wesermarsch sowie die kreisfreien Städte Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven umfasst.

(von links): Preisträgerin Isabel Averdam, Landschaftspräsident Prof. Dr. Uwe Meiners, stellvertretende Direktorin des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg Dr. Christina Barilaro, Preisträgerin Christina Dick, Landschaftsgeschäftsführer Dr. Michael Brandt. Foto: Jörgen Welp, Oldenburgische Landschaft