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Pressemitteilung Nr. 21/18 vom 8. Juni 2018

Demokratischer Aufbruch im Nordwesten

Öffentliche Tagung in Wilhelmshaven zieht Besucherinteresse auf sich

21/18 BS

Oldenburg/Wilhelmshaven. Gut 80 Interessierte kamen heute auf Einladung der Oldenburgischen Landschaft zur öffentlichen Tagung „Demokratischer Aufbruch im Nordwesten“ in das Küstenmuseum Wilhelmshaven. Fünf Fachreferenten aus Emden, Bremen, Wilhelmshaven, Jever und Oldenburg gaben einen Einblick in die Ereignisse der Jahre 1918/19. Sie machten in ihren Vorträgen deutlich, dass der Nordwesten sowohl Ausgangspunkt als auch Schauplatz der Novemberrevolution war, die in den verschiedenen Landstrichen jedoch ganz unterschiedliche Wirkung entfaltete.

Die Tagung war die Auftaktveranstaltung im Netzwerk „1918/19 – Revolution im Nordwesten“, einem Netzwerkprojekt der Oldenburgischen Landschaft, das kulturelle Institutionen mit ihren Ausstellungen und Veranstaltungen thematisch verknüpft. Von Emden bis nach Bremen, von Wilhelmshaven bis nach Lohne sind bislang 16 Projektpartner in diesem Netzwerk vertreten.

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, vertrat Ministerpräsident und Schirmherrn des Netzwerkprojekts Stephan Weil auf der Tagung. „Es ist ein großes Verdienst, dass die Oldenburgische Landschaft mit ihren Partnern des Netzwerkprojektes diese Zeit wieder in Erinnerung ruft. Mit ihrem Projekt stärken die Initiatoren die regionale Identität und das kulturelle Profil der Region. Es ist ein gelungenes Beispiel für die Wissensvermittlung durch die regionalen Kulturträger“, sagte Thümler.

Projektleiter Benno Schulz zeigte sich mit dem Verlauf der Tagung sehr zufrieden: „Wilhelmshaven ist für diesen Anlass natürlich der ideale Tagungsort. Über das große Interesse der Tagungsteilnehmer und die inhaltlich erstklassigen Vorträge habe ich mich sehr gefreut. Es war ein gelungener Auftakt für ein spannendes Projekt.“

Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft, wies auf den historischen Stellenwert der Novemberrevolution hin: „Die Bedeutung der Jahre 1918 und 1919 kann man nicht hoch genug einschätzen. In ihnen liegt der Schlüssel zum Verständnis der komplexen Geschichte der Zwischenkriegszeit. Zusammenbruch, Umbruch und Aufbruch kennzeichnen diese Jahre.“ Zum Netzwerkprojekt fügte Dr. Brandt, Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, noch hinzu: „Dass sich innerhalb kürzester Zeit ein solch breites Spektrum an Beteiligten in diesem Projekt zusammengefunden hat, ist schon außergewöhnlich und spricht für die anhaltende Aktualität des Themas.“

Neben dem auf der Tagung ebenfalls präsentierten Programmheft des Netzwerks „1918/19 – Revolution im Nordwesten“ ist inzwischen auch die Website www.revolution-nordwest.de der Öffentlichkeit zugänglich.

Organisatoren und Akteure der Tagung in Wilhelmshaven. (von links) Dr. Michael Brandt (Geschäftsführer Oldenburgische Landschaft), Dr. Stephan Huck (Leiter Deutsches Marinemuseum Wilhelmshaven), Ursula Glaser (Bürgermeisterin Wilhelmshaven), Dr. Matthias Nistal (stellvertretender Leiter Niedersächsisches Landesarchiv Oldenburg), Prof. Dr. Antje Sander, (Leiterin Schlossmuseum Jever), Holger Ansmann MdL, Benno Schulz (Projekleiter), Aiko Schmidt M.A. (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Ostfriesisches Landesmuseum Emden), Thomas Kossendey (Oldenburgische Landschaft), Björn Thümler (Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur), Dr. Christina Wawrzinek (Leiterin Küstenmuseum Wilhelmshaven), Dr. Hans Rudolf Wahl (Universitätslektor Universität Bremen). Foto: Sarah Siebert, Oldenburgische Landschaft