Herbst-Tagungen 2010: Aktuelle Aspekte der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Sieben internationale wissenschaftliche Tagungen machen im Herbst 2010 aktuelle Aspekte der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa zum Thema:
So geht eine volkskundliche Tagung im Schlesischen Museum zu Görlitz anhand fotografischer Zeugnisse aus dem Kultur- und Alltagsleben der Frage nach, was uns Fotografien über die Kultur der Deutschen im und aus dem östlichen Europa verraten. In Oldenburg beschäftigen sich Historiker und Volkskundler mit der Rolle von Zeitzeugen in der deutschen und europäischen Geschichte und in den Kulturwissenschaften. Das Themenspektrum von fünf weiteren Tagungen reicht von mittelalterlicher Stadtkultur und ihrer Renaissance im 19. Jahrhundert (Oldenburg/Bremen) über den Ersten Weltkrieg in den Literaturen Südosteuropas (Tübingen), Migration in der Zwischenkriegszeit (Lüneburg), von der Überwachung von Mitgliedern der deutschen Minderheit in Siebenbürgen durch den rumänischen Geheimdienst „Securitate“ (Jena) bis hin zur Darstellung der deutschen Minderheiten in den Museen Südosteuropas (Ulm).
Europäische Relevanz
Fragen der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa haben in den vergangenen Jahren weiter an Relevanz gewonnen. Nicht zuletzt die EU-Osterweiterungen 2004 und 2007 haben dazu beigetragen: Bis dahin verschlossene Archive und Bibliotheken wurden zugänglich, neue Kontakt- und Forschungsmöglichkeiten eröffneten sich, Fachwissenschaftler vor Ort in Polen, Rumänien, Ungarn und anderswo in Mittel- und Südosteuropa entdeckten das Thema aus ihrer Perspektive.
Förderung aus Bundesmitteln
Bei allen Herbst-Tagungen, veranstaltet in Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachkommissionen, ist der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) auf verschiedene Weise an der Förderung beteiligt: So gehört das Oldenburger Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE) zum Geschäftsbereich des BKM, das Institut für Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) in München oder das Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa (IKGN) in Lüneburg werden institutionell gefördert ebenso wie auch das Schlesische Museum zu Görlitz oder das Donauschwäbische Zentralmuseum Ulm, die als Veranstaltungsorte der Tagungen dienen. Andere Tagungen unterstützt BKM im Rahmen seiner Projektförderung. Übersicht: Tagungskalender Herbst 2010:
Görlitz: Blickpunkte. Fotografien als Quelle zur Erforschung der Kultur der Deutschen im und aus dem östlichen Europa
15.–17.9.2010 Jena: Die Securitate in Siebenbürgen
24.–26.9.2010 Oldenburg/Bremen: Stadtkultur des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit in Ostmitteleuropa und ihre Renaissance im 19. Jahrhundert
22.–25.9.2010 Oldenburg: Zeitzeugenberichte zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa im 20. Jahrhundert – Entstehung, Dokumentation, Popularisierung
30.9.–1.10.2010 Ulm: Deutsche Minderheiten in den Museen Südosteuropas, Österreichs und der Bundesrepublik
7.- 9.10.2010 Lüneburg: Migration: Integration, Isolation, Interaktion. Imperialer Zerfall und staatlicher Neuaufbau in der Zwischenkriegszeit
14.–16.10.2010 Tübingen: Literarische Fronten – Der Erste Weltkrieg in den Literaturen Südosteuropas
Kontakt:
Maria Luft
Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa
Johann-Justus-Weg 147a, 26127 Oldenburg
Telefon +49 (0)96195-27
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